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Autor: Birkle, Karin
Artikel vom 21.05.2020

Straßenbenennung im Bebauungsplangebiet "Brühlweg"

Im Bebauungsplangebiet „Brühlweg“ wurden am 19.05.2020 zwei Straßenzüge neu benannt.

„Pius-Brändle-Straße“:

In Würdigung der unternehmerischen Verdienste von Herrn Pius Brändle in Bezug auf dessen Öl-Mühle P. Brändle GmbH in Empfingen und in Dankbarkeit für dessen Großzügigkeit sowie Wohltätigkeit mit finanzieller Unterstützung der örtlichen Vereine, Institutionen und Gemeinde schlug die Verwaltung die Benennung eines Straßenzugs in „Pius-Brändle-Straße“ vor. Ehepaar Brändle wohnt in Sichtweite zum geplanten Baugebiet.

Bereits Julius Bauser wurde die Ehre einer „Straßenbenennung“ (1978/1979 mit Bebauungsplan) zu teil – auch zu dessen Lebzeiten (1907-1982), wenn dies ggf. auch eher unüblich sei, dass zu Lebzeiten von Persönlichkeiten Straßenbenennungen erfolgen.

 

„Vikar-Geiselhart-Straße“:

Quelle: Erzdiözese Freiburg

Thomas Geiselhart gehört in eine ganze Reihe von Seelsorgern, die im 19. Jahrhundert versucht haben, die sozialen Verhältnisse aus einem christlichen Geist heraus zu verändern. Sein Vater ist ein armer Tagelöhner, die Mutter Hebamme und Krankenpflegerin. Schon als Kind muss Geiselhart kräftig mitarbeiten, bei Landwirten helfen oder in der heimischen Stube das Spinnrad drehen. Dennoch gehört er in der Schule zu den Besten und so ermöglicht ihm Kaplan Josef Itta den Besuch des Gymnasiums in Konstanz. Weil die finanziellen Mittel nicht ausreichen, ist Geiselhart darauf angewiesen, von wohlhabenden Familien durchgefüttert zu werden oder im Abfallkübel Essensreste zu finden. Durch einen Mitschüler lernt er Hermann von Vicari kennen, der ihm von da ein väterlicher Freund wird. Als Vicari noch im selben Jahr ins Domkapitel nach Freiburg berufen wird, versorgt er zunächst die beiden Gymnasialstudenten. Frei von finanziellen Sorgen kann Geiselhart jetzt seine Schulzeit in Konstanz erfolgreich beenden und Theologie studieren. 1837 wird er zum Priester geweiht und als Seelsorger in Hohenzollern eingesetzt. Zum Schlüsselerlebnis gerät für Geiselhart ein Vorfall während seiner Zeit als Vikar in Empfingen. 1839 kann er ein 13-jähriges Mädchen durch eine engagierte Trauerrede am Grab der Mutter in ein langfristiges Obhutverhältnis vermitteln und so vor einem Bettlerleben auf der Straße bewahren. 1850 erfolgt seine Versetzung nach Sigmaringen, wo er bis zu seinem Tod immer wieder als Pfarrverweser arbeitet, und es beginnen die Jahre seiner größten Wirksamkeit. So gründet er verschiedene katholische Vereine wie den Elisabethenverein (heute: Caritas-Konferenzen) oder den Krankenverein für Gesellen und Dienstboten und bemüht sich um die Ansiedlung von Orden in Hohenzollern, unter anderem der Benediktiner in Beuron. Am 10. Juni 1855 wird das Geburtshaus des heiligen Fidelis in Sigmaringen zwangsversteigert. Geiselhart kauft es für rund 8000 Gulden und kann endlich einen lang gehegten Plan verwirklichen. Der Geistliche hat nicht vergessen, mit welcher Not und Unsicherheit Schüler konfrontiert sind, wenn sie vom Land auf ein Gymnasium in der Stadt wechseln. Schon im Herbst 1856 zieht Geiselhart mit 11 Jungen in das Knabenseminar St. Fidelishaus ein. Im Frühjahr 1864 kauft er ein weiteres Haus in Konstanz, um nach gleichem Vorbild das St. Konradihaus zu gründen. Pfarrer Heinrich Hansjakob erzählt, wie Geiselhart unermüdlich durchs badische Oberland zieht und erfolgreich Spendengelder für seine Zöglinge sammelt. Am stärksten mit der Person des Geistlichen ist jedoch die Gründung eines Hohenzollerischen Waisenheimes verbunden, das später den Namen 'Haus Nazareth' erhält. Thomas Geiselhart bringt seine ganze Erfahrung als Seelsorger, Stiftungsgründer und Spendensammler ein und unterstützt das Haus bis zu seinem Tod.

Um den Vikar Geiselhart für seine Gründung des Waisenhauses „Nazareth“ zu würdigen und damit auch den „Brückenschlag“ zu Empfingen vorzunehmen, schlug die Verwaltung die Benennung eines Straßenzugs in „Vikar-Geiselhart-Straße“ vor. 

Hier finden Sie den Plan des Gebiets.

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