Die Pietadarstellung bezieht sich auf die 13. Station des Kreuzwegs Jesu. Es gibt sie seit dem frühen 14. Jhdt als sich die Frömmigkeit mehr dem Leiden Jesu zugewandt und die Marienverehrung zugenommen hat. Die Pieta ist die ‚Mater Dolorosa‘, die Schmerzensmutter, der der tote Sohn Jesus in den Schoß gelegt wird. So wird Maria als Mutter zum Sinnbild für alle Eltern, die ein totes Kind betrauern müssen, aber auch für alle Opfer von Gewalt und Krieg, um die getrauert wird. Die Pieta ist eine Andachtsfigur, die den Betrachtenden einlädt, sich in der Trauer, in der Klage, im Schmerz mit Maria im Gebet zu verbinden. Ihr gleichsam den eigenen Schmerz in den Schoß zu legen, damit sie ihn, wie Jesus im Schoß, Gott hinhalte und der Beter dadurch Trost und Zuversicht erfahren kann, weil er in seinem Schmerz um die Fürsprache Mariens weiß. Solidarität in der Trauer und im Leid ist ganz wichtig zu deren Bewältigung.
Die Pieta ist ein Bild der Hoffnung, dass unsere lieben Verstorbenen ebenso im Schoß Gottes geborgen sind, wie diejenigen, die um sie trauern. So ist die Pieta ein Hoffnungsbild und Trostbild für alle, die an die Vollendung ihres Lebens im mütterlichen Schoß Gottes und an die Auferstehung glauben.
Standort: Friedhof Empfingen
