Kunstweg Josef Henger
Hier gelangen Sie zum digitalen Kunstweg von Künstler Josef Henger.
Erlebbar wird die Kunst von Josef Henger im öffentlichen Raum in Empfingen. In Empfingen gibt es einige Spuren des Schaffens von Josef Henger, so ein Kreuz zwischen zwei Linden auf dem Horber Weg. Auf der Tafel ist zu lesen: Gestiftet von Katharina und Hildegard Gaus, dies 1991. Im Friedhof steht der "auferstandene Christus", gestiftet von Julius Bauer, 1975 gefertigt aus Rot-Lava von Bildhauer Josef Henger, Ravensburg. In der St. Georgs-Kirche gibt es noch das Taufbecken. Die bestehenden „Spuren“ werden in den neuen Kunstweg integriert und auch über Gebäude Horber Straße 21, das elterliche Wohngebäude mit der Modellsammlung von Josef Henger, geführt.
Zum Künstler:
Josef Henger, geboren am 2. November 1931 in Empfingen (Hohenzollern), war ein begabter Bildhauer und Steinmetz. Er wuchs als jüngstes von drei Kindern auf. Von 1946 bis 1949 absolvierte er in Sulz-Renfrizhausen eine Steinmetzlehre bei Hermann Bauer und schloss anschließend eine einjährige Ausbildung als Bildhauer bei Richard Walz in Rottenburg ab.
Von 1951 bis 1959 studierte Henger an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Professor Josef Henselmann und war dort 1958 Meisterschüler. Ab 1959 arbeitete er als selbstständiger Bildhauer. Im Jahr 1963 zog er nach Ravensburg und heiratete Ans Henger, geb. Pijnenborgh, aus den Niederlanden. Gemeinsam hatten sie vier Kinder: Karl, Cäcilia, Raphaela und Tobias.
In den folgenden Jahrzehnten schuf Henger rund 1500 Werke an über 300 Standorten überwiegend im süddeutschen Raum. Sein Schwerpunkt lag auf Kunstwerken wie Altären, Taufsteinen, Brunnen, Portalen und Figuren aus Bronze und Stein. Für sein umfangreiches und bedeutendes Schaffen erhielt er 1983 den Kulturpreis der Städte Ravensburg und Weingarten.
Josef Henger verstarb am 02. Juni 2020 im Alter von 88 Jahren in Ravensburg.
